"Was kann ich für meinen Onlinekurs nehmen?"
Das ist die Frage die ich am häufigsten höre, von Experten die seit Jahren ihr Wissen weitergeben, die wissen was sie tun, und die trotzdem vor einem leeren Preisfeld sitzen und nicht wissen was sie eintragen sollen.
Die Antwort die die meisten erwarten: eine Formel. Stunden mal Stundensatz, Modulanzahl mal X, Marktdurchschnitt plus Aufschlag.
Die echte Antwort ist unbequemer und nützlicher.
Die meisten Experten denken: Je mehr Inhalt, desto höher der Preis. 10 Module rechtfertigen mehr als 3 Module. Ein dicker Kurs ist mehr wert als ein schlanker.
Das ist falsch.
Wir haben PDFs verkauft, keine Videos, keine Module, keine Community, kein Zoom-Call. Nur ein PDF. Für 5.000 Euro.
Warum hat das funktioniert? Weil dieses PDF ein 100.000-Euro-Problem gelöst hat.
Der Käufer hat nicht für Seiten bezahlt. Er hat nicht für Stunden bezahlt. Er hat für die Lösung eines Problems bezahlt das ihn ohne diese Lösung deutlich mehr gekostet hätte.
Das ist das einzige Prinzip das beim Kurs-pricing zählt: Dein Preis ist ein Bruchteil des Problems das du löst, nicht ein Abbild des Aufwands den du hattest.
Ein Kurs der einem Steuerberater zeigt wie er sein Wissen skaliert und 3.000 Euro im Monat zusätzlich verdient, ist 2.000 Euro wert. Nicht weil er 8 Module hat. Sondern weil 2.000 Euro ein fairer Bruchteil von 36.000 Euro Jahresgewinn ist.
Es gibt drei Faktoren die deinen Preis bestimmen und Inhaltsmenge ist keiner davon.
Erstens: Die Größe des Problems.
Ein Kurs der jemandem hilft besser zu schlafen, ist anders bepreist als ein Kurs der jemandem hilft ein Geschäftsmodell aufzubauen. Nicht weil der eine wichtiger ist, sondern weil das wirtschaftliche Gewicht unterschiedlich ist. Je größer der finanzielle, berufliche oder persönliche Schmerz den du löst, desto höher kann dein Preis sein.
Zweitens: Die Spezifität deiner Zielgruppe.
Ein allgemeiner Kurs über Ernährung für alle Menschen konkurriert mit tausenden anderen. Ein Kurs über Ernährung speziell für Schichtarbeiter über 50 hat kaum Konkurrenz und kann deutlich mehr kosten. Je spezifischer das Problem, desto weniger Preisdruck. Wie du deine Zielgruppe so eng definierst dass Preisdiskussionen aufhören, erkläre ich hier: Onlinekurs Zielgruppe finden.
Drittens: Deine eigene Überzeugung.
Das ist der Faktor den die wenigsten ansprechen wollen und der am meisten entscheidet.
Ich war jahrelang Trainer für Unternehmenskommunikation und Storytelling. Guter Trainer. Kunden waren zufrieden, Ergebnisse waren da.
Und trotzdem: Wenn jemand nach meinem Preis fragte, wurde ich zum Reh im Scheinwerferlicht. Zögern. Räuspern. Rechtfertigen. "Na ja, das kommt drauf an..." Obwohl ich wusste was ich konnte.
Mein Tagessatz lag bei 1.600 Euro. Ich wollte auf 2.500 Euro. Ich wusste dass meine Arbeit es wert war. Aber sobald ich die Zahl ausgesprochen habe, hat mein Körper das Gegenteil kommuniziert.
Aber auf einmal ging es doch.
Was hat sich geändert? Nicht der Markt. Nicht meine Leistung. Nicht meine Zielgruppe.
Ich habe aufgehört den Preis zu rechtfertigen, und angefangen ihn zu glauben.
Der Tag an dem ich zum ersten Mal "2.500 Euro" gesagt habe ohne innerlich zu zucken, war der Tag an dem ich nicht ein einziges Mal mehr eine Preisdiskussion hatte. Kein Verhandeln. Kein "Können Sie da noch was machen?" Nichts.
Menschen spüren ob du an deinen Preis glaubst. Nicht durch Worte, durch Haltung. Wer seinen Preis nennt wie eine Frage, bekommt Widerstand. Wer ihn nennt wie eine Tatsache, bekommt Ja oder Nein, aber keine Diskussion.
Das gilt für Tagessätze. Und es gilt genauso für Onlinekurse.

„Menschen spüren, ob du selber an deinen Preis glaubst.“
Günstiger zu sein als die Konkurrenz klingt wie ein Vorteil. In der Praxis ist es oft das Gegenteil.
Ein zu niedriger Preis signalisiert dem Käufer: Dieses Problem ist nicht so ernst. Oder: Dieser Experte ist nicht so sicher. Beides ist giftig für den Verkauf.
Dazu kommt: Wer 47 Euro für einen Kurs bezahlt, investiert anders als wenn er 497 Euro bezahlt. Der 47-Euro-Käufer schaut vielleicht rein, macht ihn aber nicht. Der 497-Euro-Käufer zieht den Kurs durch, weil er echtes Geld investiert hat. Bessere Ergebnisse bei deinen Kunden bedeuten bessere Bewertungen, mehr Weiterempfehlungen, weniger Support.
Billiger zu sein kostet dich mehr als du denkst.
Keine Formel, aber eine Denkstruktur:
Schreib auf was dein Kurs dem Käufer konkret bringt, in Euro, Zeit oder vermiedenem Schmerz. Ein Kurs der 500 Euro Mehreinnahmen pro Monat ermöglicht, ist 500 bis 1.000 Euro wert. Ein Kurs der 3.000 Euro Mehreinnahmen pro Monat ermöglicht, ist 1.500 bis 3.000 Euro wert.
Faustregel: Dein Preis sollte zwischen einem Sechstel und der Hälfte des Wertes liegen den du lieferst. Alles darunter ist Selbstunterschätzung. Alles darüber ist schwer zu verkaufen.
Wie du deinen Kurs dann so aufbaust dass er diesen Wert auch liefert und wie das konkret in Module und Inhalte übersetzt wird, erkläre ich hier: Onlinekurs erstellen: Der komplette Leitfaden.
Wenn du nach diesem Artikel weißt, dass du ein System brauchst, nicht nur einen Kurs, sondern einen funktionierenden Verkaufsweg, dann ist der nächste Schritt konkret.
Im kostenlosen OBK-Workshop zeige ich dir live, wie dieses System für dein spezifisches Thema und deine Zielgruppe aussieht. Nicht als Theorie, sondern als Bauplan den du direkt umsetzen kannst.

Florian Hommeyer
Unternehmer, Mentor, Familienmensch. Florian Hommeyer hat seit 2019 über 6.500 Onlinekurse im DACH-Raum verkauft und begleitet Experten beim Aufbau automatisierter Kurs-Verkaufssysteme. Er ist Gründer des OBK-Programms (Onlinekurs Business mit KI). Weitere Informationen: florianhommeyer.com
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