Die meisten Menschen scheitern nicht daran, dass sie keinen Onlinekurs erstellen können.
Sie scheitern daran, dass sie glauben, ein Kurs entsteht aus Themenauswahl, Inhalten und Modulen.
Er entsteht aus Klarheit.
Das ist der erste Konflikt in dieser ganzen Branche:
Du denkst, du verkaufst Wissen, tust du aber nicht.
Du verkaufst Überzeugung.
Und genau hier habe ich meinen ersten, wunderbaren, fast schon poetischen Fehler gemacht.
Wenn Menschen ihren ersten Onlinekurs erstellen, machen sie alle denselben Reflex:
„Was könnte ich denn anbieten?“
Das klingt logisch.
Ist es aber nicht.
Denn sobald dein Thema zu groß wird - Hundetraining, Ernährung, FBA, Coaching, Online Business - passiert etwas Merkwürdiges:
Alle fühlen sich angesprochen, aber keiner fühlt sich gemeint.
Ein großes Thema wirkt wie ein Supermarkt ohne Regale.
Alles vorhanden, nichts greifbar.
Keiner kauft.
Ich habe damals genau diesen Fehler gemacht.
Und ja, ich wusste es eigentlich besser... Trainerkrankheit.
Ich habe jahrelang Workshops für Konzerne gegeben.
Storytelling, Branding, Außenwirkung, Kommunikation, das volle Programm.
Corona hat dann alles auf den Kopf gestellt. Offline weg, online Pflicht.
Also habe ich gesagt:
„Ich zeige dir, wie du ein Online Business aufbaust. Ich hab’s ja selbst gemacht.“
Es klang logisch, es war falsch.
Denn „Online Business“ ist kein Angebot.
Es ist eine Landkarte.
Zu groß.
Zu vage.
Zu schwammig.
Ich dachte, mein Wissen würde reichen.
Ich dachte, meine Erfahrung würde tragen.
Aber am Ende bekam ich vor allem Anfragen von Menschen, die sagten:
„97 €? Das ist mir zu teuer.“
Und das, obwohl sie gleichzeitig gefragt haben, wie sie „möglichst schnell reich“ werden können.
Dann weißt du, wer vor dir steht.
Wenn dein Kurs schwache Käufer anzieht, liegt es nicht an ihnen, sondern an deinem Versprechen.
Ich hatte gesagt:
„Ich zeige dir, wie du ein Online Business erstellst.“
Was haben die Leute gehört?
„Vielleicht kann ich reich werden, ohne viel zu tun.“
Ich hatte also nicht nur ein Thema zu groß gewählt,
ich hatte ein Versprechen gewählt, das jeder interpretieren konnte, außer mir.
Und genau deswegen war mein Kurs gleichzeitig „für alle“ und „für niemanden“.

„Kurse scheitern nicht, weil sie schlecht sind, sondern weil niemand glaubt, dass sie wirken.“
Die Wahrheit ist einfach:
Inhalte sind nicht das Problem.
Auch dein erster Kurs hat fast nie ein Inhaltsproblem.
Kurse scheitern, weil niemand glaubt, dass sie wirken.
Nicht, weil sie schlecht sind, sondern weil das Versprechen unklar ist.
Weil du nicht sagst, für wen es ist.
Weil du nicht sagst, was am Ende anders sein wird.
Und weil du nicht beweist, dass du weißt, wovon du redest.
Damals hatte ich zumindest eines: meine eigene Geschichte.
Ich war Trainer, ich hatte online gecoacht, ich hatte es selbst umgesetzt.
Das war genug, um erste Verkäufe zu generieren.
Aber nicht genug, um Vertrauen zu skalieren.
Heute, 2025, 2026, funktioniert ein Ding besser als alles andere:
Ehrlichkeit.
Wenn du noch keine Testimonials hast, sag es.
Wenn du gerade erst startest, sag es.
Wenn du deinen ersten Kurs testest, sag es.
Die Menschen kaufen heute lieber jemanden, der ehrlich ist, als jemanden, der 300 generische “Erfolgsgeschichten” vorzeigt, die alle gleich klingen.
Ich habe damals einen Beta-Test gemacht:
10 Leute für 17 €.
Nicht öffentlich.
Nur über meine Liste.
Sie sollten testen, Feedback geben und am Ende, hoffentlich, ein Testimonial.
Und das war Gold.
Nicht wegen der Testimonials.
Sondern wegen der Verbesserung.
Als die Beta-Gruppe durch war, kam das wichtigste Learning:
Unsere Kunden wollten kein Online Business aufbauen.
Sie wollten Geld verdienen.
Das klingt plump, aber es ist die ehrlichste Wahrheit des Marktes.
„Gewerbeanmeldung, Positionierung, Branding“, interessierte sie nicht.
„Wie verdiene ich jetzt Geld?“
Das war das Ziel.
Also haben wir das Versprechen geändert.
Nicht den Inhalt.
Nicht die Module.
Das Versprechen.
Aus „How to Online Business“ wurde „1400 € in 48 Stunden mit einem digitalen Produkt“.
Und ab diesem Moment, kein Witz, ging der Kurs durch die Decke.
Weil Klarheit verkauft.
Nicht Komplexität.
Wenn du deinen ersten Onlinekurs erstellen willst, dann vergiss alles, was du bisher gehört hast.
Mach Folgendes:
1. Zielgruppe definieren, nicht Thema
Ein Kurs über Hunde ist kein Kurs.
Ein Kurs über „der erste Rückruf für Hunde, die nie hören“ ist einer.
2. Kursversprechen formulieren
Was ist am Ende anders?
Und: Kann ich es beweisen?
3. Proof aufbauen
Wenn du keinen Proof hast, bau ihn durch eine Beta-Gruppe.
4. Produkt reframen
Nicht Themen verkaufen.
Transformation verkaufen.
Nicht „Online Business“.
Sondern „1400 € in 48 Stunden“.
Oder „Der erste zahlende Kunde in 7 Tagen“.
Oder „Dein erstes digitales Produkt in 60 Minuten“.
5. Erst danach skalieren
Ein Kurs wird nicht „fertig” und dann verkauft.
Er wird verkauft und dann fertig.
Es gibt die romantische Vorstellung, dass der erste Onlinekurs makellos sein muss.
Bullshit.
Dein erster Kurs muss nur eins sein:
Ein Beweis, dass du bereit bist, umzusetzen.
Ein Beweis für dich.
Ein Beweis für deinen Markt.
Ein Beweis dafür, dass du nicht darauf wartest, „bereit“ zu sein.
Perfekte Kurse verkaufen sich schlechter als ehrliche.
Perfekte Kurse wirken steril.
Perfekte Kurse sind tot.
Ein Kurs lebt davon, dass er mit echten Menschen gebaut wurde.
Nicht im Elfenbeinturm.
Einen eigenen Onlinekurs zu erstellen, bedeutet nicht, Wissen zu sortieren.
Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen.
Verantwortung dafür, etwas klar auszusprechen.
Etwas zu versprechen, etwas zu beweisen.
Freiheit entsteht nicht durch Information.
Sie entsteht durch Klarheit.
Und Klarheit entsteht, wenn du endlich sagst:
„Das ist mein Weg. Das ist mein Angebot. Und dafür stehe ich.“
Alles andere ist Lärm.
Und Lärm verkauft keine Kurse.
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Florian Hommeyer
Unternehmer, Mentor, Familienmensch. Ich baue keine Onlinekurse, sondern erschaffe profitable Personal Brands. Mein Ziel ist es, der größte deutschsprachige Business-Inspirationskanal zu werden, ohne ‚Reich über Nacht‘ und ganz sicher ohne deine Seele verkaufen zu müssen. In diesen Texten teile ich einfach nur meine Erfahrungen aus 7 Jahren digitalem Unternehmertum.
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